Chronische Sinusitis

Als Folge nicht ausgeheilter Infekte im Hals-Nasen-Ohrenbereich stellen sich nicht selten Nasennebenhöhlenentzündungen ein, die sich oft als therapieresistent erweisen. Anatomische Besonderheiten der Nasennebenhöhlen und der Nasenscheidewand, Nikotinabusus, eine Allergiebereitschaft sowie Belastungen der Schleimhäute durch Schadstoffe können derartige Infekte begünstigen. Auch eine erhöhte, chronische Infektanfälligkeit bei unzureichender Abwehrlage spielt eine Rolle.

Gerade die Nase und die angrenzenden Schleimhäute müssen wegen ihrer Filter- und Schutzfunktion besonders gut vor den vielfältigen Reizen, die auf sie einwirken, geschützt sein. Fehlt dieser Schutz oder wird er durch einseitige chemische Behandlungsformen eingeschränkt (Antibiotika, abschwellende Nasentropfen, Cortisonpräparate), ist an dieser wichtigen Eintrittspforte in den menschlichen Körper der Grundstein für eine chronische Erkrankung gelegt. Häufig stellt sich dann ein so genannter Etagenwechsel ein, d.h. nachfolgende Schleimhautstraßen werden in den Krankheitsprozess mit einbezogen (chronische Entzündungen der Mandeln, der Mittelohren, des Kehlkopfes und der Bronchien). Die Schleimhäute als innere Grenzflächen verlieren zunehmend ihre Funktion und die Gefahr einer allergischen Reaktionslage ist gegeben.
Neben schleimhautschützenden und -pflegenden Maßnahmen bietet die akute und chronische Sinusitis ein dankbares Feld für die Anwendung der Mikrobiologischen Therapie. Dabei sollten nicht nur die erkrankten Schleimhäute mit Bakterienpräparaten behandelt werden (Pro-Symbioflor®, Symbioflor1® und 2), sondern immer auch der Darm als unser größtes „Immunorgan“. Die dort angesiedelten Abwehrzellen werden durch die bakterielle Schutz- und Immunflora trainiert. Diese Botschaften werden dann an sämtliche anderen Schleimhäute durch spezialisierte Zellen weitergeleitet und führen gerade im Bereich der HNO- Schleimhäute zu einem hervorragenden Schutz. Indem das schleimhautassoziierte Abwehrsystem wieder entlastet wird, kann der Körper nun auch lang bestehende Entzündungen der Nasennebenhöhlen wieder zur Ausheilung bringen. Je nach Dauer der Vorerkrankung sind Behandlungszeiten bis zu einem Jahr erforderlich.
Zur Anwendung kommen Fertigarzneimittel, die lebende Mikroorganismen oder deren Bestandteile enthalten.

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